Deutscher Vorsorge Verein e.V.

Haben Sie für den Notfall gut vorgesorgt?

Patientenverfügung

Wichtige Vorsorge bei schwerer Krankheit und im Unglücksfall

Wie soll Ihre medizinische Versorgung im Fall einer schweren Erkrankung oder am Lebensende aussehen? Und welche Behandlung sollen die Ärzte unterlassen?

Aufgrund heutiger, modernster Apparatemedizin kann eine eigentlich dem Tod geweihte Person u. U. über Wochen und Monate künstlich am Leben erhalten werden. Zu derartigen Massnahmen sind die behandelnden Ärzte aufgrund ihres ärztlichen Eides auch grundsätzlich verpflichtet. Andererseits kann sich der betroffene Patient in den meisten Fällen nicht mehr dazu äussern, ob er diese künstlichen, lebensverlängernden Maßnahmen überhaupt in Anspruch nehmen möchte.

Nach geltendem Recht ist Sterbehilfe verboten. Jeder von uns hat jedoch das Recht, selbst darüber zu entscheiden, ob und inwieweit er bestimmte, lebensverlängernde medizinische Behandlungsmethoden in Anspruch nehmen möchte.

Die Entscheidung darüber, ob eine Behandlung erfolgen und wie diese im Einzelfall aussehen soll, trifft einzig und allein der Patient. So hat beispielsweise jeder, selbst ein todkranker Patient; das Recht, das Krankenhaus zu verlassen, obwohl ein dortiger,weiterer Aufenthalt aus medizinischer Sicht dringend erforderlich wäre.

Voraussetzung für die Wirksamkeit einer derartigen, häufig folgenschweren Entscheidung ist jedoch, dass die erkrankte Person geistig und körperlich überhaupt noch dazu in der Lage ist, einen diesbezüglichen Entschluss zu treffen.

Das heißt, der betroffene Patient muss im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte sein und - selbst wenn dies der Fall ist- noch die Möglichkeit haben, seine Wünsche verständlich zu äußern.

Die Fähigkeit, seinen Willen klar und deutlich zu formulieren wird bei einem Schwerkranken, der sich in naher Todesgefahr befindet, nicht selten, sei es aufgrund geistiger oder körperlicher Einschränkungen, abhanden gekommen sein. Naturgemäß kann daher der Wunsch eines derartigen Patienten, nicht mehr weiter behandelt zu werden, nicht berücksichtigt werden.

Wenn Sie lebensverlängernde Maßnahmen nicht wünschen, sollten Sie daher bereits in gesunden Tagen und im Vollbesitz Ihrer geistigen Kräfte eine diesbezügliche schriftliche Erklärung verfassen und dafür Sorge tragen, dass diese den Verantwortlichen im Ernstfall auch zur Kenntnis gelangt.

Da es bei Ihrer Patientenverfügung um „Leben oder Tod“ geht, sollten Sie sich Zeit nehmen und sich mit dem Inhalt Ihrer Verfügung eingehend auseinandersetzen. Ihre Patientenverfügung ist individuell und muss daher auf Ihre persönliche Situation zugeschnitten sein und überdies den rechtlichen Anforderungen genügen.

Sie sollten diese daher mit einem Arzt Ihres Vertrauens und einem juristisch, spezialisierten Berater besprechen.

Der wichtige Hinweis:

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Patientenverfügung spätestens alle zwei bis drei Jahre dahingehend zu überprüfen, ob die dort getroffenen Anordnungen nach wie vor Ihrem Willen entsprechen. Auf Ihrer Patientenverfügung sollten Sie dies nach Überprüfung auch turnusgemäß vermerken und diesen Vermerk unterschreiben.


Beispiel:

„Die in meiner obigen Patientenverfügung vom … niedergelegten Vorstellungen und Wünsche entsprechen auch heute noch vollumfänglich meinen Anschauungen und Überzeugungen.

Berlin, den …. Unterschrift


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